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Aktuelles

Rotwildbejagung 2024

MITTEILUNG des VORSTANDS!

Kurzfassung der Evaluierung und Empfehlungen zur Rotwildbejagung

Auf der Hauptversammlung am 02.März 2024 wurde für das Jagdjahr 2024 wieder die Einhaltung der Empfehlungen des Vorstands zur Rotwildbejagung beschlossen. Wir bitten auch die Reviere, die nicht an der Hauptversammlung teilnehmen konnten, unsere Empfehlungen zu berücksichtigen und einzuhalten.

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Ausführliche Informationen finden Sie unter Downloads im Bereich -Mitteilungen des Vorstands-

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-PRESSE AKTUELL-

Bericht zur Hegeschau 2024

Usinger Anzeiger vom 09.03.2024

Die neue Schalenwildrichtlinie war nicht zielführend!

von Frank Saltenberger

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Herzlich Willkommen

Die Rotwildjägervereinigung Taunus e.V. als Hegegemeinschaft des Rotwildgebiets Taunus übernimmt die vom Gesetzgeber für das Rotwildgebiet vorgesehenen Aufgaben.

Unser Anliegen ist es, das Rotwild in seinem Verbreitungsgebiet im Taunus zu erhalten, seine Lebensgrundlagen zu sichern und eine nachhaltige Bejagung zu gewährleisten.

Darüber hinaus haben wir ein vitales Interesse, den „zulässigen“ Lebensraum des Rotwildes über die derzeitigen Grenzen der Bezirke hinaus zu erweitern. Was für Wildkatze, Luchs und Wolf mit Begeisterung von breiten Bevölkerungsschichten getragen wird, muss von uns als Lobbyisten des Rotwildes auch für diese Wildart mit Nachdruck eingefordert werden.

Unsere Ziele sind:

  • der gesicherte Erhalt des Rotwildes als größte im Taunus lebende Säugetierart
  • das Sicherstellen eines artgerechten Lebensraumes
  • die Gewährleistung einer vitalen Rotwildpopulation und einer wildbiologisch ausgewogenen Sozialstruktur
  • eine den landeskulturellen Gegebenheiten angepasste Bestandshöhe
  • die Konfliktminderung und Konsensfindung mit störungsintensiven Freizeitaktivitäten
  • die Erhöhung tagaktiven Verhaltens und damit die Erlebbarkeit von tagaktivem Rotwild
  • die Sicherung eines auch in Zukunft nachhaltig bejagbaren Rotwildbestandes

Um diese Ziele zu erreichen, wurde unter Mithilfe eines großen Teils der Jägerschaft ein Lebensraumkonzept erarbeitet.

Quo vadi Rothirsch im Taunus

Foto (c) R. Hennig

Anlässlich der Hegeschau am 02.03.2024 hat Prof. Dr. Pfannenstiel die Situation und die Zukunftsperspektiven des Rotwildes im Taunus unter vielen verschiedenen Aspekten beleuchtet. Mit nachfolgendem Link kommen Sie zur Präsentation von Herrn Prof. Dr. Pfannenstie.

Nicht immer ist die Kugel das einzige Mittel

Hirsche die sich in einer Litze verfangen

Hirsche in Zäunen und Weidelitze gefangen!

Jedes Jahr kommen im Taunus mehrere Hirsche zu Tode, die sich in achtlos hängengelassenen Weidezaunlitzen oder nicht abgebauten Zäunen verfangen, sich nicht mehr selbst befreien können und entweder qualvoll oft erst nach mehreren Tagen verenden oder, wenn sie vorher gefunden werden, von Ihren Qualen als Notabschuss erlöst werden. Nicht immer ist die Kugel jedoch das einzige Mittel. Je nach Situation und Zustand des Tieres ist auch eine Narkotisierung und ein Freischneiden in Erwägung zu ziehen.

Links im Bild ein Hirsch mit Ohrmarke

Dieser Hirsch (im Bild links) hatte sich im Jahr vorher in einem Forstgatter verfangen, wurde rechtzeitig gefunden, narkotisiert, freigeschnitten und erfreut sich jetzt wieder bester Gesundheit. Er wurde von Herrn Dr. Henrik Hofmann narkotisiert und mit einer Ohrmarke gekennzeichnet.

Gerne können Sie Herrn Dr. Hofmann bei entsprechenden Fällen kontaktieren um mit ihm mittels Narkotisierung verfangene Hirsche zu befreien. Bei der Narkotisierung ist zu beachten, dass Wildbret von narkotisierten Tieren erst nach 90 Tagen wieder genusstauglich ist und das Tier, z.B. mittels dauerhaft beschrifteter Ohrmarken so markiert wird, dass daraus die Narkotisierung und der Zeitpunkt dieser hervorgeht.

Tierarztpraxis Dr. Hofmann (info@tierundleben.de ),
Praxis: +49 6033 5367,
Hdy.: +49 171 7565514

Genetische Verarmung beim Rotwild

Möglicherweise ein Gendefekt (Hirsch aus dem Taunus nähe Oberems)
Deutlich sichtbare verkrümmung der Wirbelsäule

Auch am Taunus als größtem Rotwildgebiet in Hessen geht die genetische Verarmung bzw. der Verlust der Genvielfalt beim Rotwild nicht spurlos vorüber. Untersuchungen von Herrn Prof. Dr. Dr. Reiner et. al. zeigen, dass auch das Rotwild im Taunus mehr und mehr betroffen ist. Unter nachfolgenden Links finden sich zwei aussagefähige Berichte von Prof. Dr. Dr. Reiner et. al., die auch den Taunus betreffen.

Im Revier Oberems ist im letzten Jahr ein Schmalspießer mit stark deformierter Wirbelsäule zur Strecke gekommen. Der Spießer wurde an die Justus-Liebig-Universität Gießen zu Herrn Prof. Dr. Dr. Reiner zur Untersuchung gegeben. Das Ergebnis, ob es sich um genetische Defekte handelt oder die Missbildung andere Ursachen hat, liegt noch nicht vor. Sollte Ihnen Rotwild mit körperlichen Missbildungen wie stark deformierter Wirbelsäule, verkürztem Unter- oder Oberkiefer o.ä. auffallen, fotografieren Sie bitte das entsprechende Stück und sichern von erlegten Tieren eine Gewebeprobe (z. B. Milz oder Leber), damit im Labor eine DNA-Analyse vorgenommen werden kann. Sollte das Stück bereits aufgebrochen sein, kann auch eine Wildbretprobe (z. B. vom Zwerchfellpfeiler oder aus dem Muskelfleisch) entnommen werden. Informieren Sie dann bitte dringend den zuständigen Sachkundigen und auch den LJV Hessen, damit gemeinsam die Weiterleitung des Probenmaterials an die Justus-Liebig-Universität Gießen abgestimmt werden kann. Ein interessantes Interview mit Herrn Prof. Dr. Dr. Reiner ist im September 2023 im Jäger erschienen:

www.jaegermagazin.de/artikel/rotwild-genetisch-gefangen (Interview mit Herrn Prof. Dr. Dr. Reiner)

Sicherung der genetischen Vielfalt beim hessischen Rotwild... (Gerald Reiner und Hermann Willems)

Genetische Isolation ... in den hessischen Rotwildgebieten (Gerald Reiner und Hermann Willems)

 

 

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